Yoga ist ein sehr weitläufiges Feld mit unzählige Techniken und Philosophien. Für Yoga Anfänger wird dieses Feld schnell zum Irrgarten.

YOMA sammelt deshalb die zwölf meistgestellten Fragen von Yoga Anfängern – mit einem freundlichen Augenzwinkern zu den einen oder anderen Yoga Mythen.

 

Die 12 meistgestellten Fragen von Yoga Anfängern

1. Wie finde ich den richtigen Yogalehrer?

Nimm dir die Zeit einen Yogalehrer zu finden, der dir sympathisch ist und dessen Stil dir taugt (für alle deutschen Leser: YOMA ist echt österreichisch :). Im Blog habe ich für dich eindeutige Merkmale für die Identifikation guter und besserer Yogalehrer gesammelt!

Beim Yoga verhält es sich wie in der Küche: Weil man gerne indisch isst heißt  lange nicht, dass man auch jeden Inder mag.

 

2. Welche Accessoires brauche ich, um Yoga zu machen?

Das Schöne am Yoga ist: Du kannst es immer und überall machen und brauchst eigentlich nichts als die Muße, dir eine kleine Auszeit zu nehmen. Natürlich gibt es jede Menge Gimmicks. Folgende beiden Dinge erleichtern deine Praxis:

  • Eine solide Yogamatte bietet einen angenehmen, rutschfesten Untergrund.
  • Kleidung, die dir ausreichend Spielraum lässt, dich bequem in alle zu verbiegen. Wenn du dich für einen intensiven Stil entschieden hast empfehlen sich Socken und eine Westen, die du zum gemütlichen Einstieg und Ausklang der Stunde tragen kannst.
  • Hier habe einige Ressourcen für dich gesammelt, die meine eigenen Yoga Praxis bereichert haben und auch dir gefallen können.

 

3. Was muss ich vor der Praxis beachten?

Kannst du dich an das letzte Mal erinnern, da du dich nach dem Genuss eines gigantischen Tellers Spaghetti in Sahnesauce bücken musstest? Das beklemmende Gefühl in der Magengegend und das latente Sodbrennen… Du ahnst bestimmt bereits, worauf ich hinaus will: Du musst für Yoga nicht fasten, aber Yoga mit vollem Magen ist einfach nur halb so schön. Probiers einfach aus, du willst schnell sehen, was ich meine.

Wenn du dich generell nicht fit fühlst kannst du jedenfalls deinem Lehrer Bescheid geben, er kann dir Optionen anbieten. Wenn du gesundheitliche Indikationen hast, besprich diese jedenfalls auch vorweg mit deinem Arzt. Yoga wirkt sich zwar sehr positiv auf die Gesundheit aus, ersetzt den medizinischen Rat und eine Therapie aber nicht.

 

4. Kann ich Yoga auch alleine üben?

Es ist super, wenn du motiviert bist, auch daheim Yoga zu üben. Wichtig ist, dass du dich an jene Grundlagen erinnerst, die ein sicheres Üben gewährleisten. Gerade wenn Yoga neu für dich ist. Blogs, Magazine und DVDs sind eine tolle Ergänzung. Die individuellen Tipps aus dem Yoga Unterricht sind jedoch unersetzbar. Das gilt auch für Yoga Lehrer: Der ständige Austausch ist unersetzbar!

 

5. Ist Yoga gefährlich?

Bei Risiken und Nebenwirkungen, frage deinen Arzt oder Therapeuten.

Vergiss‘ darüber aber nicht, auf deinen eigenen Körper zu hören. Signale wie stechende Schmerzen (im Unterschied zum ‚Wohlweh‘ so mancher Dehnübungen) oder unruhige – sehr hektische oder flache – Atmung sind ein gutes Zeichen dafür, dass du zu viel zu schnell willst.

Yoga ist eine tolle Chance, die Sprache seine Körpers wieder verstehen zu lernen. Probiers aus!

Credit: Flickr, Desert Yoga

Credit: Flickr, Desert Yoga

6. Ich hab gehört beim Yoga macht man Tiere nach? Hund, Kobra, Schwan… hat das was mit Pantomime zu tun?

Keine Sorge, im Yoga wird weder gebellt noch ein anderes Tier nachgeahmt (zumindest nicht in meinen Klassen).

Die deutschen und englischen Bezeichnungen für Yogahaltungen wurden aus dem Sanskrit abgeleitet, eine der 22 in Indien anerkannten Sprachen, die dort eine ähnliche Rolle spielt wie das Latein in Europa. Die Haltungen tragen jedoch wirklich oft lustige Tiernamen.

Foto Credit: Flickr, Marji Beach

Foto Credit: Flickr, Marji Beach

 

Mein Favorit: Kuhgesichthaltung, die wortwörtliche Übersetzung für Gomukhasana. Aber auch Dinge, die in der Natur vorkommen (z. B. Baum oder Pflug) und Wortbilder (Unterarmtstand, Dreieck) finden auf der Yogamatte Einzug.

 

 

7. Ich komm‘ nicht bis zu meinen Zehen, ist Yoga dann überhaupt das Richtige für mich?

Das ist als ob du die ganze Torte verdrücken würdest, weil du übergewichtig bist. Oder etwas klarer: Als ob du nichts lernst, da du bei der Prüfung ohnehin durchfallen wirst. Von nichts kommt nichts. Gerade wenn du dich aktuell unflexibel und schwerfällig fühlst, solltest du etwas für dich tun. Du musst dich nicht in irgendein Schema pressen oder gelenkiger als deine Nachbarin sein, sondern hast die Chance deine körperlichen und mentalen Grenzen spielerisch zu verschieben.

Ein guter Yogalehrer bietet für die Praxis in der Gruppe Variationen, so dass du deinen Bedürfnissen entsprechend üben kannst.

 

8. Sitzen da nicht alle im Kreis, sind auf Räucherstäbchen und singen indische Gebete?

Wenn ich zwei extreme Ausprägungen im Yoga definieren müssten, wären Hippies die linke und Körperkultler die rechte Fraktion. Yoga ist heute weltweit so verbreitet, dass sich zahllose Schattierungen dazwischen bilden. Alles was sich gut und richtig anfühlt ist erlaubt. Du wirst schnell merken, ob dir ein Stil schmeckt oder nicht.

Die Philosophie, auf der Yoga begründet ist, hat übrigens tatsächlich hinduistische und teilweise auch buddistische Wurzeln. Das höhere Ziel des Yoga, Körper und Geist in Einklang zu bringen, hat mit dem Anbeten irgendwelcher Gottheiten jedoch nichts zu tun. Also um deine Frage zu beantworten: Keine Sorge, du musst weder beten, singen noch irgend etwas rauchen, wenn du Yoga praktizieren willst.

Mit dem für dich passenden Stil und Yogalehrer erwartet dich der perfekte Mix aus Körperhaltungen, Atemübungen, Mediation und Philosophie – und wenn du magst, auch mit einer guten Portion Hibitschibi.

 

9. Und was ist jetzt dieses Yoga und warum redet mittlerweile jeder zweite davon?

Egal ob du flexibler werden möchtest, deinen Körper kräftigen willst, Ausgeglichenheit suchst oder spirituelle Erleuchtung erfahren willst:

Yoga ist das, was du daraus machst!

Yoga bietet dir Körperhaltungen, Atemübungen, Mediation und Philosophie – sowie Gleichgesinnte weltweit. Vielleicht ist genau weil für jeden etwas dabei bist, Yoga mittlerweile so verbreitet.

 

10. Ich bin total sportlich. Kann ich mit den Fortgeschrittenen trainieren?

Was haltest du davon: Sammle die Basis in einem Kurs, Workshop oder Personal Training und sieh‘ dann, wo du dich am Wohlsten fühlst. Level 1 ist nicht gleich „sitzen und atmen“. Einsteigerkurse beinhalten vielleicht nicht so komplexe Übungen, fordernd wird es aber allemal. Ein guter Lehrer kann dir auch Optionen bieten.

 

11. Kann ich mit Yoga abnehmen?

Ja, weil du die Signale deines Körpers lesen lernst und damit eher deinen Bedürfnissen entsprechend handelst. Yoga wirkt auch entspannend, wodurch du streßbedingtem Heißhunger ein Schnippchen schlagen kannst. Der Sport Yoga selbst ist zum Abenehmen aber weniger geeignet. Dafür solltest du zusätzlich Rad fahren oder Laufen gehen, damit du dein Herz trainierst. Das Herz ist übrigens auch der einzige Muskel, den Yoga in seiner ursprünglichen Form nicht trainiert. Und damit haben wir wieder einen Punkt für Yoga im Kampf gegen Übergewicht: Das Plus an Yoga-Muskeln erhöht deinen Verbrauch, wodurch sogar dann mehr verbrennst, wenn du dich bloß genüsslich auf deiner Couch streckst.

 

12. Was ist jetzt eigentlich Yoga?

Yoga ist eine Chance, auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene zu wachsen. Du lernst dich aufzurichten, und das ist nicht nur metaphorisch gesprochen.

Egal ob du flexibler werden möchtest, deinen Körper kräftigen willst, Ausgeglichenheit oder spirituelle Erfahrung suchst: Yoga bietet dir Körperhaltungen, Atemübungen, Mediation und Philosophie – sowie Gleichgesinnte weltweit.

Yoga bietet dir also eine ordentliche Werkzeugkiste. Deshalb ist die Frage, was jetzt Yoga eigentlich wirklich ist, ziemlich individuell.

YOMA hat zwölf Yogalehrer gefragt, was Yoga für sie ist: Hier findest du die Antworten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

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Titelbild: CC Flickr Airflore

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