WIE DU HEUTE EINE TÄGLICHE MEDITATIONSPRAXIS STARTEN KANNST. UND ZWAR OHNE SAFRANFARBENER ROBE UND KAHLRASIERTEM KOPF.

Seit die ersten östlichen Gelehrten mit ihren Philosophien den Westen inspiriert haben, hat sich viel getan. Spannend ist, dass uns hierzulande vor allem die körperlichen Aspekte dieser Lehren interessieren.

Yoga, QiGong, TaiChi,  … fast jeder Österreicher war schon einmal mit den körperlichen Haltungen konfrontiert. Dass die Übungen, die wir in den Magazinen sehen, nur ein Teil des Ganzen sind, ist weniger Menschen bewusst.

Natürlich wirkt auch schon die Yoga Praxis selbst sehr positiv. Mit einer täglichen Meditationspraxis kannst du den Effekt jedoch amplifizieren.

Dafür musst du nicht stundenlang mit verknoteten Beinen auf dem Boden zu sitzen. Du brauchst auch nicht einmal um die ganze Welt reisen, um ein fernöstliches Kloster aufzusuchen.

Natürlich kannst du das alles tun, wenn du es denn willst. Ob es dir beim Meditieren helfen wird, ist aber eine andere Geschichte.

Lass uns zuerst darüber reden, was Meditation eigentlich ist. Dafür bringe ich für dich die buddhistischen Mönche mit den westlichen Wissenschaftlern an einen Tisch:

Der Affe mit der Schelle

Buddhistische Mönche vergleichen unseren Verstand mit einem Affen: Er ist ständig in Bewegung und springt von einem Ast zum anderen.

Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sitzt dieser Affe in deinem Präfrontalen Cortex (und genau so in meinem und dem deines Nachbarn). Der Frontallappen ist eben der Bereich, der während der Meditation am Meisten betroffen ist. Er hilft, die Aufmerksamkeit zu sammeln.

Wenn der Affe die Schelle in die Hand nimmt und lärmt, fällt es dir im Alltag schwer, Ruhe zu finden. Dieser Krach aktiviert die Stress Reaktionen in deinem Nervensystem.

Während der Meditation wird die Aufmerksamkeit weg vom Affen hin zum linken Bereich deines Frontallappen gelenkt. Der Affe mit der Schelle ist noch immer da, du schenkst ihm einfach nicht mehr deine ganze Aufmerksamkeit sondern nimmst das große Ganze wahr.

Das geschieht übrigens ganz automatisch, du brauchst dein Gehirn nicht aktiv umzuprogrammieren. Aber dazu etwas weiter unten in diesem Bericht.

Es wird Serotonin gebildet und die Gehirnareale für positive Gefühle bleiben aktiver. Das wirkt übrigens auch noch lange nach der Meditation.

Voilà: Ein fernöstlicher, wissenschaftlich geprüfter Weg, um glücklicher, smarter, entspannter und achtsamer zu werden. Neugierig geworden? Fabelhaft. Lass uns darüber reden, was Meditation eigentlich ist.

Was ist Meditation?

Der Zustand der Meditation ist die ganze Zeit über da.

Stelle dir einen wolkenfreien Tag vor, der Himmel ist klar und die Sonne scheint. Das ist dein Verstand.

Wenn es nun regnet und stürmt, sind der blaue Himmel und die Sonne noch immer da. Sie sind ganz einfach überdeckt von den Gewitterwolken. Die Wolken, das sind deine Gedanken.

Meditation ist ein Weg, die Wolken mit einer Feder wegzukitzeln, um die Klarheit des Himmels zu genießen.

“Meditation is not a way of making your mind quiet. It’s a way of entering into the quiet that’s already there – buried under the 50,000 thoughts the average person thinks every day.” ~ Deepak Chopra

Es gibt tausend Arten, in die Meditation zu finden.

Der aufrechte Sitzen in Stille ist eine wunderbare Möglichkeit, in die Meditation zu finden. Für mich, um ganz ehrlich zu sein, stand das vor ein paar Jahren aber noch nicht zur Debatte. Ich hatte viel zu viele Hummeln unter dem Hintern, um die Stille in der Stille zu finden.

Ich musste zuerst 90 Minuten Vinyasa Yoga praktizieren und so richtig ins Schwitzen kommen, bis ich einige Minuten ruhig sitzen konnte. Generell ist Bewegung – wie Yoga Asana, Tanz, (Selbst)massage oder Gymnastik – ein toller Weg, um in die Meditation zu finden.

Wenn du ein auditiver Mensch bist kann es sein, dass Trommeln, Klangschalen, binaurale Wellen, Rezitation oder andere Klänge dir nutzen.

Kreative Köpfe empfinden Suppe kochen, Stricken oder malen als besonders entspannend. Auch hier kannst du deine ganze Konzentration sammeln und die ersten Schritte in die Meditation finden.

Es startet mit einem Stopp.

Wichtig ist, dass, was immer du tust oder nicht tust, du aus deinem alltäglichen Muster ausbrechen kannst und deine Gedankenspirale ruhiger wird. Der Affe hat Pause. Die Wolken klären sich.

3. Wie du den Affen zähmen kannst

Wenn das nun so einfach wäre, würdest du nicht bis hierhin lesen, mhh? Ich teile jetzt mein Geheimnis aus jahrelanger Yoga Praxis und Reflektion mit dir:

Wenn der Affe das nächste Mal die Schelle schlägt, lasse alles stehen und liegen, schließe deine Augen und atme drei Mal tief durch.

“Feelings come and go like clouds in a windy sky. Conscious breathing is my anchor.” -Thich Nhat Hanh

Sei jetzt nicht enttäuscht. Die Wahrheit ist immer erschreckend simpel.

Es ist so einfach. Halte inne, schließe deine Augen und atme drei Mal tief durch. Das dauert nur eine Minute.

Du wirst den Unterschied selbst sehen, wenn du dir drei bis vier Mal am Tag diese eine Minute gönnst. Probiere es gleich heute aus und erzähle mir von deinen Erfahrungen.

In den nächsten Wochen teile ich hier meine Lieblingsmeditation mit dir. Take a deep breath and stay tuned!

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Ttitelbild: CC Flickr Tambako the Jaguar

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