Wahrscheinlich kennst du das: Du hast ein paar Freundinnen zu Besuch, und nicht nur eine starrt unentwegt auf ihr Smartphone, um mit denen zu kommunizieren, die gerade nicht zugegen sind. Um zu klicken, zu liken und upzudaten. 

Vielleicht bist du selbst ja permanent für deine Freundinnen erreichbar.

Im Schnitt starrt der Mensch 200 Mal am Tag auf sein Smartphone. Ganz gleich, ob es geläutet hat oder nicht.


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Es geht los direkt nach dem Aufwachen und endet unmittelbar vor dem Schlafengehen. Schnell bei WhatsApp rein schauen und noch einmal Facebook checken. Wozu? Um ein weiteres durch den Filter gejagtes Bild einer entfernten Bekannten zu sehen. Um zu erfahren, was Sabine zu Abend gegessen hat. Um ja nicht zu verpassen, dass Hanna in drei Wochen nach Costa Rica fährt. Was hat das mit deinem Leben zu tun?

Smartphones haben unser Leben zweifelsohne erleichtert. Wir sind immer und überall erreichbar, können binnen weniger Sekunden Gedanken und Wissen jederzeit abrufen. Gleichzeitig haben die neuen Kommunikationstechnologien unser Leben aber auch verschlechtert und verkompliziert. Gerade weil wir immer und überall zu erreichen sind,  binnen weniger Sekunden Momente und Gedanken teilen und Wissen jederzeit abrufen können.

Die Dosis macht das Gift. Und es ist zu viel des Guten.


Digitale Reizüberflutung ohne echten Erlebnisfaktor


Vielleicht klagst auch du oder eine deiner Freundinnen hin und wieder über zu wenig Zeit und lasst im selben Zug so viele Stunden wertvollste Lebenszeit einfach an euch vorbeiziehen, indem das Leben anderer in der virtuellen Welt verfolgt wird. 

Wie gesagt: Smart Phones und Social Media sind ein echter Gewinn. Und auch wieder nicht. Lass mich dir erklären warum.

Viele Menschen haben 1243 Freunde auf Facebook, verstreut überall in der Welt. Aber wie oft treffen sie sich in der analogen Welt mit Freunden, um bewusst Zeit mit ihnen zu verbringen und ihnen ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und echtes Interesse zu schenken?

Sie verfolgen online die Scheidung von Angelina Jolie und teilen Berichte dazu. Aber verschließen täglich die Augen vor ihren eigenen Herausforderungen. 

Sie schauen dir Urlaubs-Bilder von Freunden an. Aber wann haben sie zuletzt einen analogen Fotoabend mit den Liebsten veranstaltet?

Trotz der 1243 Freunde auf Facebook fühlen sich diese Menschen oft einsamer denn je. Weil vielleicht nur fünf davon auch ohne Facebook wüssten, wann sie Geburtstag haben, was sie gerne essen, wo sie zuletzt im Urlaub waren und wie ihnen die neue Haarfarbe steht. In Echtzeit. 

Die Gefahr in der digitalen Welt ist, dass du dich in einer tiefen Identitätskrise verlieren kannst.

Je länger du dich in der digitalen Welt aufhältst, desto stärker wird dein Eindruck, dass es nur glückliche Menschen um dich herum gibt. Menschen mit dem perfekten Teint. Menschen, die Urlaub am perfekten Strand verbringen. Und täglich die perfekte Mahlzeit zu sich nehmen. Alles mega. Alles super. Doch wer steckt eigentlich hinter dieser ganzen Fassade?

Die Menschen teilen mehr als jemals zuvor mit unzähligen Menschen; gleichzeitig wissen sie weniger als je zuvor – über echte Erfahrungen in dieser Welt, über die Menschen um sich herum, über sich selbst.

Mobile Technologien sind nicht Schuld an dieser Entfremdung. Die Entscheidung, ob und in welchem Maße du Gebrauch von den Geräten machst, liegt einzig und allein bei dir selbst. 

Smartphones & Co. scheinen zum unverzichtbaren Bestandteil des Lebens geworden.

Aber wie unverzichtbar sind die neuen Kommunikationsmedien tatsächlich?


Digital Detox

Hast du nicht auch ab und an das Bedürfnis, dich aus der digitalen Welt zurückzuziehen? Um dich dem wahren Leben zu widmen? Um dich mit echten Menschen zu beschäftigen? Um wieder zu dir selbst zu finden und eine Verbindung zu deinem Inneren herzustellen?

Kein WhatsApp, keine E-Mails, kein Facebook.

War würde passieren, wenn du einfach mal ein paar Stunden oder eine ganze Woche offline wärst? – Ich kann es dir verraten: Du würdest rein gar nichts verpassen.

Du hättest endlich mal wieder Zeit, die Welt um dich herum bewusst wahr zu nehmen. Du würdest dir endlich mal wieder den nötigen Raum geben, eine Verbindung zu dir selbst herzustellen.

Du würdest wieder lernen, bewusst zu atmen, zu leben, zu schlafen, zu essen, zu sein.

Die digitale Welt ist eine Welt voller Illusionen, voller Ablenkungen, voller Unwichtigkeiten. Eine Welt voller Themen, die dich von deinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen entfremden.


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Digital Detox im Yoga Retreat

Eine wunderbare Möglichkeit, gleich eine ganze Woche digital zu entgiften und wieder zu dir selbst zu finden, ist die Teilnahme an einem Yoga Retreat. Warum, habe ich in sechs Punkten für dich zusammen gefasst:


1. Die Rückkehr zu dir selbst

In einem Yoga Retreat hast du in der Regel die perfekte Mischung aus mehrmaligen Yoga Sessions am Tag und Freizeit, in der du einfach nur sein kannst und es nichts zu tun gibt. Es gibt keinen geeigneteren Nährboden, um wieder bei dir selbst anzukommen und dich zu erden. Ein Smartphone mit W-Lan würde dich hier nur stören und von dir selbst ablenken.


2. Echte Kommunikation mit echten Menschen

Yoga Retreats bieten dir die wunderbare Möglichkeit, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen und im Hier und Jetzt zu kommunizieren, interessante Gespräche zu führen und sich gegenseitig zu inspirieren. Warum solltest du dich in virtuellen Yoga Foren rumtreiben, statt mit echten Menschen Emotionen und ganze Sätze zu teilen?


3. Entschleunigung und Entspannung

Neben intensiver Yoga Praxis und Pranayama gibt es nicht viel für dich zu tun. Du wirst schnell merken, wie sehr der ständige Konsum digitaler Medien Stress verursacht und das digital detox als Befreiung empfinden. Denn Freiheit bedeutet auch die Sklaverei der modernen Kommunikation zu überwinden.


4. Achtsamkeit

Eine Woche Yoga Urlaub kann ganz leicht zu einem Intensiv Training in puncto Achtsamkeit werden. Intensive Yoga Praxis, ein entschleunigter Rhythmus in Kombination mit digital detox lässt dich dich selbst und deine Umwelt sowie den gegenwärtigen Augenblick viel unverfälschter wahrnehmen. Du wirst aufmerksamer mit allen deinen Sinnen.


5. Entdeckung deiner Kreativität

Morgens und Abends Yoga üben, umgeben von inspirierenden Menschen und schöner Natur, hilft dir, deine brach liegende Kreativität zu entdecken. Dein Geist wird klarer, der Kontakt zur Seele stellt sich wieder her, dem Körper geht es besser. Die Zeit, die du im Alltag in den Konsum digitaler Medien investierst, kannst du im Offline Modus deinen kreativen Fähigkeiten widmen.


6. Horche nach Innen

Die Rückzugsmöglichkeiten in einer Yoga Woche lehren dich, (wieder) nach Innen zu horchen. Wenn du dich zusätzlich aus der digitalen Welt zurückziehst, bist du gezwungen, dich mit aufkommenden Gefühlen und Gedanken auseinander zu setzen. Eine bessere Art, zu sich selbst zu reisen, gibt es kaum!

Probier es aus! Das Yoga Retreat ist nur eine Möglichkeit. Für den Anfang reichen auch ein paar Stunden am Tag, ein fester Tag in der Woche oder ein Wochenende im Offline-Modus.

Die Entscheidung, ob und in welchem Maße du Gebrauch von mobilen Geräten, sozialen und digitalen Medien machst, liegt einzig und allein bei dir selbst.



juli

Gastartikel von Juli Raus. Juli ist Querdenkerin, Freiheitsliebende und Bloggerin. Mehr über ihre Vision einer perfekten Auszeit erfährst du bei Sabbatical Compass.



					

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