GESUNDE ERNÄHRUNG IST AUSGEWOGEN. WAS DAS EIGENTLICH HEIßT UND WORAUF MAN IN DER AYURVEDISCHEN KÜCHE SONST NOCH ACHTET, ERFÄHRST DU HIER.

Entgegen der Ernährungspyramide der Allgemeinmedizin beachtet Ayurveda die individuelle Konstitution und Bedürfnisse jedes einzelnen. Es gibt nicht die eine gesunde Ernährung, es gibt nur die ausgewogene Ernährung. Deshalb gibt es neben allgemeinen Geboten auch individuelle Empfehlungen für eine ausgewogenen Ernährung nach den Prinzipien des Ayurveda.

Das erste Gebot für eine ausgewogene Ernährung nach Ayurveda lautet: gibt keine Verbote.

Wenn du Lust auf etwas hast: Genieße es mit allen Sinnen und ohne Reue. Ayurveda verbietet weder Schokolade noch Wein.

Genieße mit all deinen Sinnen! 

In dieser hektischen, stressigen Ära steigt das Bedürfnis nach süßen oder fettigen Speisen und Genussmittel jedoch überproportional. Diesen Gelüsten uneingeschränkt nachzugeben ist auf Dauer natürlich nicht gesund.

Ausgewogene Ernährung bedeutet, das rechte Maß zu finden. 

Wenn du dich zentriert und ausgeglichen fühlst, wird es dir nicht schwer fallen, die Stimme deines Körpers zu verstehen und entsprechend zu handeln. Wenn du aus dem Gleichgewicht geraten bist und aus einem Stück Kuchen am Sonntag Nachmittag täglich zwei werden wendet sich dieses Blatt langsam aber sicher.

Die täglichen Fehlgriffe summieren sich zu Übergewicht, Trägheit, Müdigkeit und Krankheit.

Hier findest du elf Tips mit denen du Schritt für Schritt wieder ins natürliche Gleichgewicht finden kannst:

 

Elf allgemeine Tipps für eine ausgewogene Ernährung

 

1. Regelmäßig Essen

Gönne dir drei regelmäßige Mahlzeiten täglich. Das Frühstück ab 8 Uhr, die Hauptmahlzeit zu Mittag von 11 bis 14 Uhr und das Abendessen vor dem Schlafen gehen bis 19 Uhr. Dein Magen sollte verdaut haben, ehe du wieder isst. Das dauert in der Regel etwa drei bis sechs Stunden und ist abhängig von der verzehrten Nahrung; gedünstetes Gemüse wird beispielsweise eher verdaut als Salat.

 

2. Mit ruhigem Magen zu Bett gehen

Während frühstücke wie ein Kaiser im Ayurveda nicht zutrifft, gilt das Gebot Abendessen wie ein Bettelmann sehr wohl. Empfohlen wird eine warme, leichte Mahlzeit mit Gemüse und Kohlehydraten. Natürlich sind auch hier gelegentliche Ausnahmen erlaubt. Wenn du abends völlerst kannst du zum Ausgleich am nächsten Morgen auf ein festes Frühstück verzichten.

 

schlafende katze

CC Flickr, Ariel Leshinsky: Sleeping Cat

 

3. Warmes Essen heizt der Verdauung ein

Ein aktiver Stoffwechsel sorgt dafür, dass alle notwendigen Nährstoffe aufgenommen werden, und alle belastenden Stoffe schnellstmöglich wieder ausgeschieden werden. Das Verdauungsfeuer Agni wird mit warmer Kost am Laufen gehalten. Das bezieht sich nicht nur auf die warme Mahlzeit: Trinke zu den Mahlzeiten wenig und vor allem kein kaltes Wasser.

 

4. Keine aufgewärmten Speisen essen

Ayurveda empfiehlt aufgewärmte Speisen zu meiden, da diese den Körper belasten. Ich persönlich finde auch, dass frisch zubereitete Speisen viel besser schmecken (Chili sin Carne ist eine der wenigen Ausnahmen). Natürlich ist frisch kochen zeitlich nicht immer drin. Ayurveda Ärzte empfehlen aufgewärmte Speisen mit einem Löffel Ghee zuzubereiten.

 

5. Heißes Wasser trinken

Koche einen Liter Leitungswasser zehn bis 20 Minuten auf und fülle es dann in eine Thermoskanne. Trinke die erste Tasse eine halbe Stunde vor dem Frühstück und den Rest über den Tag verteilt.

 

6. Iss doshagerechte Mahlzeiten

Ayurveda Kochbücher enthalten viele Gerichte, die für alle Doshas gut verträglich sind. Wenn du dein Dosha kennst, kannst du dich jedoch auch individuell nach deinen Bedürfnissen richten.

In dem Bericht Ayurveda für dein Leben im Gleichgewicht erfährst du, was die Doshas sind und findest einen Link zu Bestimmung deiner individuellen Konstitution.

Agile Vata Typen haben meistens schon genug Bewegung in ihrem Leben und profitieren von regelmäßigen Mahlzeiten. Der dynamische Pitta Typ hat in der Regel genug Feuer unter dem Hintern und sollte mild gewürzte Speisen bevorzugen. Die ruhigen Kapha Typen vertragen scharfe, gut gekochte Speisen wunderbar, da sie das träge Verdauungssystem in Schwung bringen.

Lasse dich dafür von einem Ayurveda Arzt beraten: Jeder Mensch hat seine individuelle Konstitution und kann mit kompetentem Rat lernen, danach zu handeln.

 

7. Rechtes Maß finden
Trainiere dein Gefühl für ausreichende Portionen. Du darfst dich auch nach dem Essen wohl und unbeschwert fühlen. Ein voller, aufgeblähter Bauch ist da nicht dienlich. Fülle den Magen nur zu drei Viertel: Ayurveda empfiehlt 1/4 feste, 1/4 flüssige und 1/4 weiche Nahrung.

 

8. Kaufe bewusst ein

Frisch zubereitete, hochwertige und regionale Lebensmittel sind immer zu bevorzugen. Hier wären wir wieder bei der schnelllebigen Zeit.

Beispiel: Natürlich ist eine Fertigsuppe schnell zubereitet. Herkömmliches Suppengewürz schmeckt sogar einzigartig (= Umami). Sei dir aber bewusst, dass alles trainiertes Verhalten und damit sehr wohl beeinflussbar ist. Bereite dir eine Suppe mit hochwertigen Gewürzen und frischem Wurzelgemüse vom Bauern zu. Den Unterschied wirst du nicht nur schmecken sondern auch fühlen!

 

9. Sei ein Lebenskünstler

Essen ist Leben und Kochen ist Kunst… kreiere jedes Mal dein ganz persönliches und einzigartiges Meisterwerk. Liebe und Hingabe ist die Geheimzutat.

Kochen kann ein entspannendes Ritual sein, wenn du dir Zeit und Muße nimmst. Erfreue dich an den Farben und Aromen der Zutaten.

 

10. Dessert vor dem Essen 

Zuckerschlecker aufgepasst: Im Ayurveda kommt das Dessert als erstes! Ally Craig findet das bestimmt super…

Ally Craig: I have my dessert first.

Tyler: Is that a political statement? A medical condition, perhaps?

Ally Craig: I just don’t see the point in waiting. I mean, what if I die while eating my entree?

 

 

 

11. Chillax

Gönne deinem Körper nach dem Essen fünf bis zehn Minuten Ruhe (nicht schlafen!).

 

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Auf fast 200 Seiten findest du in dem Buch Desserts, Suppen, Salate, vegetarische Hauptgerichte und kreative Menüs. Die Rezepte sind für alle Doshas komponiert. Für alle, die noch keinen Tau von Ayurveda, Doshas, Agni und Co. haben sind in dem Buch die wichtigsten Infos und Empfehlungen noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

 

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Viel Glück und Freude beim Kochen!

 

Titelbild: ©Lutz Jäkel

 
 
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