Es gibt heute tausende Studien und Gesundheitsexperten, die den positiven Effekt von Yoga bestätigen – auf physischer und auf psychischer Ebene.

Unter dem großen Lob stehen mitunter Schlagzeilen wie „Wie Yoga Ihren Körper ruinieren kann“ oder „Die negativen Seiten von Yoga“. 

Es wäre anmaßend zu sagen, das Yoga sei Schuld. Meistens ist nicht einmal der Lehrer verantwortlich für „die negativen Seiten von Yoga“. Die negative Seite liegt in Wahrheit darin, immer einen Verantwortlichen zu suchen.

Egal was du in deinem Leben tust oder nicht tust, du gehst dabei immer ein gewisses Risiko ein. So gibt es auch im Yoga Verletzungspotenzial. Füge in die Schlagzeilen jedes x-beliebige Wort ein, sie werden noch immer funktionieren: „Wie Rad fahren Ihren Körper ruinieren kann“ oder „Die negativen Seiten von Sex“. 

Frage Yogis, die sich kürzlich eine Verletzung geholt haben, wie es dazu kam. Fast immer hat diese Person die Vorzeichen lange gespürt und erfolgreich ignoriert. Meist schon vor der eigentlichen Yoga Praxis.

Wer auf der Yoga Matte zum Wegsehen neigt, wird das auch im Leben. Wir haben gelernt, die Zähne zusammenzubeissen und weiterzukommen. Die eigene Gesundheit dabei bewusst oder unbewusst geopfert.

In dem Bestreben Liebe & Glück zu finden, opfern wir oft die eigene Gesundheit.

Wir pressen uns in Schablonen, eilen hektisch durch den Tag und vergessen darüber ganz, warum wir eigentlich hier sind. Das verursacht Stress und Schmerz… und macht auf Dauer krank. Das Paradoxon ist, dass eben die Gesundheit für viele Menschen ein wichtiger Wert ist.

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5-stufige Anleitung für deine erste Yoga Verletzung

  1. Presse dich in die Asana Schablone
  2. Übe täglich auf die selbe Art und Weise
  3. Gib deine Verantwortung auf der Yoga Matte ab
  4. Missachte die Signale deines Körpers
  5. Höre auf deine „Ach, das geht schon!“ innere Stimme

Dein Körper ist die Summe aus den Genen unserer Ahnen und eines jeden Moments seit deiner Entwicklung von der Zelle zum erwachsenen Menschen. Es wäre naiv zu glauben, dass jede Yoga Übung wie für dich gemacht ist. Dazu kommt, dass du kein statisches Wesen bist: Jeder Tag ist anders!

Yoga lehrt dich, den Moment anzunehmen und zu schätzen wie er ist. Ob du dich jetzt fühlst, als könntest du Bäume ausreissen oder dich schon an Grashalmen überhebst.

Übernimmt die Verantwortung (aka Töte Buddha! ) für deinen Körper und lerne ihm das zu geben, was er braucht.

Der Körper sendet seine Zeichen meiste lange bevor es zu einer Verletzung kommt.

Ein stechender Schmerz, ein heißes Gelenk … das alles sucht deine Aufmerksamkeit.

Wenn du dann anstatt einen Gang zurückzuschalten noch einen drauf setzen willst ist es nur logisch, dass dein Körper irgendwann nicht mehr mitmacht.

Der Yoga Lehrer kann dir Anreize und Ideen dafür geben. Das Kollektiv und der Austausch in der Gruppe wird dich bereichern. Den Weg kann aber kein anderer für dich gehen. Deinen Weg kannst nur du selbst gehen.

Nutze Yoga, um ein Gefühl für deinen Körper zu entwickeln.

Dein Körper kommuniziert ständig mit dir. Mit Stress oder Schmerz teilt dir dein Körper mit, dass ihm etwas nicht gefällt. Zuerst kann sich das wie das Kitzeln mit einer Feder anfühlen. Kaum merkbar und zart. Wenn du es länger missachtest wird aus der sanften Feder ein Vorschlaghammer. Dein Körper macht sich mit aller Kraft bemerkbar.

Die Botschaft des Vorschlaghammers lautet: SOS.

Je achtsamer du entlang des Weges bist, desto sensibler wirst du für das Kitzeln der Feder. Auf der Yoga Matte und im Alltag! Schiebe den Schmerz und den Stress nicht beiseite. Sieh ihn dir an, so lange er dich noch sanft kitzelt.

Demnächst erfährst du hier im Blog von der verborgenen Chance von Schmerzen, Stress und Co.

Bis dahin: Erzähle mir von deinen Federn und Vorschlaghämmern. Sende mir einfach eine E-Mail an yoga (at) marlenschinko.com oder hinterlasse mir hier ein Kommentar.

 
 
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