Die Sonnenwende ist schon seit der prähistorischen Zeit ein Feiertag. Wir Yogis feiern die Sonnenwende gerne mit 108 Sonnengrüßen.

In diesem Artikel erfährst du, warum das so ist und findest eine Anleitung für deine Bewegungsmeditation zu Hause.

 

Der Sonnengruß

Der Sonnengruß ist eine Übungsreihe, die den ganzen Körper mobilisiert und kräftigt. Viele Menschen starten deshalb gerne mit einigen Sonnengrüßen in den Tag.

 

108 Sonnengrüße zur Sonnwend

Zur Sonnenwende wird der Sonnengruß gerne 108 Mal wiederholt. Das bildet eine Bewegungs-Meditation, die Atem und Bewegung in Fluss und Gleichklang bringen kann.

Wenn du Lust hast, es zu Hause auszuprobieren, kannst du dich von mir durch die 108 Wiederholungen leiten lassen.

 

 

Meine Erfahrung mit 108 Sonnengrüßen

Ich fühlte mich recht fit als ich zum ersten Mal 108 Sonnengrüße übte.

Die körperliche Herausforderung ist jedenfalls machbar, auch wenn mir und den anderen Yogis natürlich ziemlich warm wurde.
Spannend war, dass wir am nächsten Tag alle – ALLE – einen ordentlichen Ganzkörper-Muskelkater hatten.

Die ersten Wiederholungen waren easy, wenn auch noch etwas steif. Irgendwann im ersten Drittel begann sich das Monkey Mind zu melden:

Warum zum Teufel machst du das nochmal? Das ist laaangweilig.

Falls dir das auch passiert. Mach weiter! Einfach nur so zum Spaß, um der Erfahrung willen.

Stell dir die Sache wie einen Regentanz vor, nur dass du halt für die Sonne tanzt.

Monkey Mind Tipp

Bleibe dabei und halte den Blick auf deine eigene Matte gerichtet. Im Trotz sehen wir uns gerne um, um zu sehen, was die anderen treiben. Spätestens mit dem Vergleich wird es meist richtig frustrierend. Erspare dir diesen Schritt und widerstehe der Versuchung, den Blick schweifen zu lassen.

Die äußere Erscheinung gibt nicht unbedingt Aufschluss darüber, wie es dem Menschen wirklich geht. Selbst wenn deine Freunde von außen fokussiert und ruhig aussehen, kann es sein, dass sie innerlich gerade genau so kämpfen wie du.

Ihr helft euch gegenseitig am Besten, wenn ihr euch einfach in Ruhe weiter praktizieren lässt.

Irgendwann wird die Stimme nämlich normalerweise wieder ruhiger oder legt vielleicht sogar eine komplette Pause ein. Diese Pause ist die süßeste Stille, in der es nur noch dich und den Moment gibt.

Das ist Meditation in Bewegung. 

So war es auch für mich. Nach einigen Minuten des puren Wahnsinns in meinem Kopf, hat die innere Stimme aufgeben und mich machen lassen. Jeder Atemzug leitete die Bewegung ein… im Fluss, ganz ohne Anfang und Ende. Zeit spielte keine Rolle mehr.

 

108 – eine Zahl mit Bedeutung

Die 108 eine natürliche Zahl. Und doch steckt in ihr sehr viel Bedeutung.

Im Yoga wird sie oft errechnet, indem die Anzahl der Monde im Jahr (12) doppelt mit den drei Dimensionen unseres Lebens (Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft) multipliziert wird.

Der 108 fache Sonnendurchmesser entspricht dem Abstand Sonne ↔ Erde.

Für Hinduisten und Buddhisten ist 108 eine heilige Zahl.
In der hinduistischen Astrologie gibt es 12 Rashis (Tierkreiszeichen) und 9 Planeten (Navagraha) – 12 X 9 = 108.
Es gibt außerdem 27 Sterngruppen (Nakshatra), die jeweils in 4 Pada (Viertel) unterteilt sind.

In der Thailändischen Sprache bedeutet die Anzahl 108 eine unbeschreiblich große Anzahl von Dingen.

108 ist eine Harshad-Zahl. Das heißt, sie ist durch ihre Quersumme teilbar.

Die 108 kommt auch in in zahlreichen Schriften, Systeme und Architekturen vor.

 

Sonnwendtage – die ältesten überlieferten Feiertage

Den Tag der Sommersonnenwende betrachten seit jeher manche Menschen als mystischen Tag – manche begehen ihn mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten.

Die Sommersonnenwende trug einen Aspekt des Todes und der Vergänglichkeit in sich. Die länger werdenden Tage nach der Wintersonnenwende verkörperten Leben und Evolution.

Bereits 1600 vor Christus in der Bronzezeit fanden sich Bezüge zu den längsten und kürzesten Tagen auf der Himmelsscheibe von Nebra.

 

Ja bereits in der Jungsteinzeit waren die Sonnenwenden wichtig. Das kann man an Bodenspuren einiger kreisförmiger Bauwerken wie dem in Goseck in Sachsen-Anhalt sehen, das zwischen 4800 und 4600 v.Chr. errichtet wurde.  Dabei wurden zwei der drei Tore auf jene Punkte am Horizont ausgerichtet, an denen damals am Tag der Wintersonnenwende die Sonne auf- beziehungsweise unterging.

 

Das anderthalb Jahrtausende jüngere Stonehenge in England bezieht sich auf die Sommersonnenwende: Das hufeisenförmige Ensemble von Steintoren im Zentrum der Anlage wies auf den Sonnenaufgang am Mittsommertag.

Viel Freude beim Sonnwendfeiern und grüßen. 

Verrate mir doch, wie es dir dabei gegangen ist und hinterlasse mir ein Kommentar! 

 

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CC Musik www.bensound.com
CC SoundEffekt www.soundbible.com

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